Als der „Teufel“ ins Hotel Des Indes in Den Haag kam
F: Im Mittelpunkt Ihres neuen Buches steht Joseph „Sepp“ Thum. Während des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung der Niederlande (1940–1945) war er Direktor des Hotels Des Indes, in dem die Nationalsozialisten gern logierten, speisten und feierten. Was machte Thum zu einem Helden – und was fasziniert Sie an ihm? A: Er war zweifellos ein Held, und dazu noch ein außergewöhnlicher. In meiner journalistischen Laufbahn bin ich niemandem begegnet, der so unbekümmert mit Gefahren umging wie er, nur um Menschen in Not zu helfen.