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Geert Wilders dreht neuen islamkritschen Film

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Islamkritiker Geert Wilders dreht neuen Film über

den Islam

Unterstützung aus Hollywood

Von HELMUT HETZEL

Den Haag. Sein erster Film ,,Fitna'' sorgte weltweit für Aufsehen. Jetzt will der niederländische Politiker und Islamkritiker Geert Wilders einen neuen drehen. ,,Mein zweiter Film wird der westlichen Welt den Spiegel vorhalten. Darin werde ich zeigen, wie weit die Islamisierung in vielen westlichen Ländern bereits fortgeschritten ist. Der neue Film wird keine schlichte Fortsetzung von Fitna sein. Aber er wird ebenso provozierenden sein wie ,,Fitna‘‘ und soll zum Nachdenken über den Islam anregen.‘‘ Mit diesen Worten kündigte Wilders in einem Interview mit der Amsterdamer Zeitung ,,de Telegraaf‘‘ seine neuen Filmpläne an. Er hatte sogar noch eine Überraschung parat. ,,Ich werde Unterstützung aus Hollywood und aus New York erhalten.‘‘ Wer die Filmproduzenten und eventuellen Geldgeber für sein neues Filmprojekt sind, das wollte Wilders allerdings nicht enthüllen. Er kündigte jedoch an, dass er in der kommenden Woche wieder in die USA reisen werde, um dort Gelder für seinen neuen islamkritischen Film einzusammeln und mit potenziellen Produzenten über den Inhalt seines neuen Filmes zu reden. Falls die US-Produzenten mit denen er in Gesprächen sei, mit in das neue Filmprojekt einsteigen, dann sei auch nicht auszuschließen, dass sein neuer islamkritischer Film in die Kinos komme, meint Wilders.

Film Fitna

 

 ,,Fitna,‘‘ erlebte im März 2008 auf einer Internetwebsite seine Weltpremiere.

Der Film ,,Fitna‘‘ ist eine Collage aus Koran-Zitaten mit Bildern von zur Gewalt aufrufenden islamischen Geistlichen und gewalttätigen Gräuelszenen, die fundamentalistische Islamisten und deren Opfer zeigen. Im Vorfeld der Publikation des Films ,,Fitna‘‘ hatte die Haager Regierung vergeblich versucht, Wilders unter Druck zu setzen. Er sollte den Film nicht drehen. Er sollte bestimmte Szenen schneiden oder weglassen, forderte sie. Aber Wilders übte keine Selbstzensur und setzte sein Projekt durch. Inzwischen haben nach Angaben des niederländischen Politikers ,,Millionen von Menschen in der ganzen Welt den Film ,,Fitna‘‘ gesehen.‘‘ In die USA, Israel und nach Italien wurde Wilder eigens eingeladen, um seinen Film dort zu zeigen. Die britische Regierung jedoch erteilte dem Chef der ,,Partei für die Freiheit‘‘ (PVV) Geert Wilders, dessen Partei neun der insgesamt 150 Sitze im Haager Parlament stellt, kürzlich ein Einreiseverbot. Wilders wurde auf dem Londoner Flughafen Heathrow verhaftet, einige Stunden festgehalten und dann wieder auf eine Maschine Richtung Amsterdam gesetzt und damit abgeschoben, obwohl er eine Einladung von einem britischen Lord in der Tasche hatte. Wilders sollte seinen umstrittenen Film im britischen Oberhaus zeigen. Dort war er denn auch zu sehen, aber ohne Geert Wilders. Die britische Regierung hatte Wilders zur ,,unerwünschten Person‘‘ erklärt, die die ,,innere Sicherheit‘‘ Großbritanniens gefährden könne. Wilders wertete das britische Einreiseverbot als ,,einen Kniefall vor dem Islam.‘‘

In den Niederlanden soll nun gegen Wilders wegen des Verdachts auf Diskriminierung, des Aufrufs zum Hass und der Beleidung einer Bevölkerungsgruppe ein Strafverfahren eingeleitet werden, urteilte ein Amsterdamer Gericht. Doch das Urteil der Amsterdamer Richter ist kurios. Denn vor rund einem Jahr als Wilders seinen islamkritischen Film ,,Fitna‘‘ erstmals im Internet zeigte und zahlreiche Muslime bereits Strafantrag gegen ihn gestellt hatten, kam die niederländische Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, dass die Islamkritik des Abgeordneten Wilders vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt sei. Wilders habe nicht diskriminiert und schon gar nicht zum Hass gegen eine Bevölkerungsgruppe aufgerufen, hieß es seinerzeit. Nun sehen andere Juristen im Richteramt das plötzlich ganz anders. Sie fordern einen Strafprozess gegen den Islamkritiker Wilders. Wilders hat gegen diesen Entscheid beim höchsten Gericht der Niederlande, dem ,,Hooge Rad,‘‘ Beschwerde eingelegt. Ein Urteil gibt es noch nicht. 

 

Das aber will der streitbare Geert Wilders, erkennbar an seiner blondierten Mozart-Frisur, nicht abwarten. ,,Ich will dieses Urteil nicht abwarten. Ich gehe jetzt wieder in die Offensive. Ich werde den Islam noch härter attackieren als bisher,‘‘ kündigt er an.
In einem ähnlichen Fall hatte der ,,Hooge Rad‘‘ der Niederlande jüngst geurteilt, dass man eine Religion beleidigen dürfe, die Gläubigen aber nicht. Das höchste Gericht der Niederlande sprach in letzter Instanz einen Niederländer frei, der nach der Ermordung des islamkritischen Filmemachers Theo van Gogh durch einem Moslem-Fanatiker im November 2004 ein Poster in sein Fenster gehängt hatte. Darauf stand: ,,Wir gehen vor dem Islam nicht in die Knie.‘‘ Der Mann war von zwei niederländischen Gerichten zunächst wegen Diskriminierung verurteilt worden. Doch diese Urteile hob der ,,Hooge Rad‘‘ auf und urteilte, dass eine solche Aussage durch das Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt sei.

16.4.2009

Geert Wilders in der satirischen niederländischen TV-Show ,,Bij Jensen''

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 18. April 2009 um 10:01 Uhr  

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