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Strand, Krabben und Wein: Der Holland-Sommer 2008 in Scheveningen

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Scheveningen - das Strandbad von Den Haag

                                                         The Place to be

Von HELMUT HETZEL
 
Den Haag. Gut, zugegeben, in Basel, Bern, Wien  und Graz, Luxemburg, Stuttgart, Köln oder München, lässt es sich in diesen Tagen auch gut leben. Vor allem für Fußballfans. Und die, die aus Spanien oder Deutschland kamen, die konnten sich bei dieser EM in den beiden schönen Alpenländern besonders freuen. Sie dürfen das Fußball-Finale in Wien erleben. Aber auch die Holländer haben es bei dieser EM krachen lassen. Oranje zauberte und gewann drei tolle Spiele, bevor die van Basten-Elf dann gegen Russland scheiterte. Eigentlich schade.
 

Scheveningen

Der Fußballschock für die Holländer ist verflogen. Die Fußballfreude für viele aber hält an. Jetzt wird der Sommer genossen. Auch in Holland. Beispielsweise am Strand in Scheveningen, dem Kurort von Den Haag. Hier links das Kurhaus.  Dort pulsiert bei sommerlichen Temperaturen von über 25 Grad  Celsius jetzt das Leben. Dort geht die Post ab. Tag und Nacht. Scheveningen ist in diesen Tagen wie Mallorca, warm, aufregend, anregend, inspirierend. Cool gestylt sind die Strand-Pavillons. Eins schöner als das andere. Sogar die Bedienungen sind inzwischen freundlich, auch wenn man Deutsch oder Niederländisch mit deutschem Akzent spricht. Das war nicht immer so. Exzellent ist das Essen. Meilenweit entfernt von den kulinarischen Zumutungen, die es hier früher gab. Trotzdem gilt nach wie vor: man wissen, wo man hingehen muss, wenn man wirklich gut essen will.
 

Restaurant Waterproef in Scheveningen


Ins Restaurant ,,Waterproef‘‘ beispielsweise. Dort haben Mark Ligtvoet und Yves van Westreenen etwas kreiert, was bis vor kurzem in Scheveningen niemand für möglich hielt: Eine Atmosphäre wie in Nizza oder Portofino, ein Hauch von Elounda-Beach auf Kreta und ein Schuss vom Charme des schönen Bregenz am Bodensee. Nur alles ist hier echt holländisch. Im Fischereihafen, wo das ,,Resto Waterproef‘‘  liegt und seine Gäste bewirtet, ist die Atmosphäre relaxt, das Essen exzellent, die Bedienung höflich aber nicht überkandidelt und die Gäste exklusiv. Wenn Henk, der Sous-Chef, richtig gut drauf ist – und das ist er fast immer - und seine Kochkünste sogar Michelin-Tester glücklich machen, dann muss man im Restaurant Waterproef sein. Hier, in Scheveningen, im Hafen, und nirgendwo anders.
Hier geht nämlich alles. Show down auf der Hafen-Flaniermeile, deren kleiner Boulevard zwischen den beiden Hafen-Terrassen des Restaurants verläuft. Sehen und gesehen werden, ist hier angesagt. Wenn dann der Ober das viergängige Überraschungs-Menü zum Preis von 39,50 Euro aufträgt, dann kann der Gast nicht nur kulinarisch mit dem Gaumen genießen, sondern sich auch mit den Augen optisch am interessanten Publikum ergötzen, das da so vorbei flaniert. Gratis Zugabe zum Menü. Nizza könnte da neidisch werden auf Scheveningen.
Viele VIP`s  gibt’s hier nämlich auch inklusive. Sogar die TV-Stars  und Medien-Millionäre aus dem fernen Hilversum wissen Waterproef inzwischen zu finden.
 
Sie sitzen seit kurzem immer öfter hier. Die Superreichen haben keine Hemmungen, sich einen Chateau Margaux, Jahrgang 1949 zum Preis von 3035, in Worten: drei Tausend fünf und dreißig Euro je Flasche zu bestellen. Teurere Weine gibt’s hier aber auch noch.
 
Hier genießen die Gäste einen Rieslaner Beerenauslese des Jahres 2005 vom fränkischen Weingut Wirsching, Iphofen, zum Dessert – Apfelstrudel wie in Wien oder eine Cremé Brulee in dreifacher Variation -, und sie schätzen auch einen spritzigen Grünen Veltliner aus Österreich als Begleiter zu einem echten holländischen Krabben-Cocktail, zu Hummer oder Langusten. Ein spritziger fruchtiger Rosé ist aber auch hier der absolute Renner als Durstlöscher. Ebenso wie der von Sous-Chef Henk zubereitete Koriander-Reis, Thai-Style, dessen Frische durch kleingehackte Gurken in Kombination mit dem Koriander und dem Reis den Gaumen kühlt. Dieser Koriander-Reis darf bei einem guten Menü in diesem Restaurant einfach nicht fehlen.
Wenn man im Waterproef sitzt, dann kommt das echte Holland-Feeling auf. Es geht sehr ungezwungen aber trotzdem sehr gepflegt zu. Niemand ist aufdringlich und die vielen Yachten im Hafen, die direkt neben der Terrasse vor Anker liegen, die toben friedlich vor sich hin. Könnte auch Monaco sein. Was will man mehr, als hier zu sitzen und hier zu speisen – hier in Scheveningen

Möwen am Strand von Scheveningen

 

 Scheveningen Strand

 

im Sommer 2008

 

www.helmuthetzel.com, www.hetzelmedia.com

  
 
/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /


 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. April 2009 um 23:54 Uhr  

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