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Kolumne


Anouk und Messi

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Anouk - die Haager Rockbitch

Von Helmut Hetzel

Die einen sagen, sie sei eine Diva, andere nennen sie eine Rockbitch. Manche meinen, sie sei die Nachfolgerin von Amy Winehouse – zumindest was ihre Stimme und ihre Songs betrifft.

Anouk Teeuwe heißt sie. Am 8. April 1975 in Den Haag geboren. Jeder kennt sie nur unter Anouk. Viele lieben ihre Songs wie 'Nobody's wife', 'For Bitter or Worse' oder 'Down & Dirty.' Jetzt hat Anouk einen 'Killersong' geschrieben, sagt sie selbst. Den will sie beim nächsten Eurovision Song Contest in Malmö nächstes Jahr singen – als Beitrag für die Niederlande. Ihr 'Killersong' sei so gut, dass sie damit gewinnen könne, meint Anouk.

Haager Kolumnen von Helmut Hetzel

Helmut Hetzel (Bild: Andrea Ege)

 

Foto: Andrea Ege

Das meinen auch ihre Fans. Nur kennt den, 'Killersong' noch niemand. Außerdem stellt Anouk knallharte Bedingungen an den TV-Sender Tros, der über das 'Nationale Songfestival' in den Niederlanden im Wettstreit vieler Kandidaten immer den oder die niederländischen Teilnehmer für das Eurovision Song-Festival ermittelt. Einer solchen musikalischen Vorentscheidung aber will sich Anouk erst gar nicht stellen. Die Diva und Rockbitch twittert: Die Tros will damit doch nur Sendezeit füllen. Anouk will ohne Vorentscheidung das Ticket zum Eurovision Song-Festival nach Malmö. Qualifikation, nein danke, für mich nicht nötig, meint sie. Aber wenn die Haager Rock-Röhre schon so qualifiziert ist, warum stellt sich Anouk dann keiner nationalen Vorentscheidung in den Niederlanden?

Sie würde sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewinnen und den Zuschauern ein tolles TV-Musikspektakel bieten. Also Anouk gibt dir einen Ruck.

Anouk (bron:http://www.anouk.com/perskit/)

Anouk

Der Killersong für Malmö - so wie Messi Tore schießt

Obwohl, so ganz Unrecht hat Anouk natürlich nicht.

'Wenn Lionel Messi bei Ajax anruft, um für Ajax spielen zu wollen,  braucht er doch auch kein Sondertraining um aufgestellt zu werden,'  heißt es bei Talpa, der Holding des Medienmilliardärs John de Mol. Guter Vergleich. Also: Lasst Anouk nach Malmö fliegen und für die Niederlande den 'Killersong' singen. Dann wird man sehen. Wenn Anouk gewinnt, dann gibt es für das Eurovision Song Festival 2014 nämlich nur einen einzigen passenden Austragungsort: Die Heimatstadt von Anouk: Den Haag.

2012/2013

 

 

 

Joseph Kony will be arrested

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Luis Moreno Ocampo

Bye bye Luis

Von HELMUT HETZEL

Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs ICC Luis Moreno Ocampo verlässt Den Haag. Leider. Doch zum Abschied hat der gebürtige Argentinier noch eine Überraschung parat: ,,Wir kriegen Joseph Kony. Noch in diesem Jahr wird er verhaftet,‘‘ prophezeit Ocampo. Joseph Kony steht auf der Liste der vom ICC gesuchten mutmaßlichen Kriegsverbrecher ganz oben. Ihm wird vorgeworfen, dass die von ihm geführte so genannte ,,Lord´s Resistance Army‘‘ in Uganda, der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo schätzungsweise 66.000 Kinder entführt und sie zu Kindersoldaten ausbilden hat lassen. Außerdem soll die Kony-Armee für die Vertreibung von rund zwei Millionen Menschen in diesen zentralafrikanischen Ländern, für Morde und Vergewaltigungen verantwortlich sein.

Wanted since 2005

Joseph Kony wird vom ICC (International Criminal Court) in Den Haag bereits seit 13. Oktober 2005 mit internationalem Haftbefehl gesucht. Wenn Luis Moreno Ocampo recht behält, wird Kony noch in diesem Jahr in Den Haag eintreffen und vor das ICC-Gericht gestellt. Das wäre ein weiterer großer Erfolg von Ocampo, der es in seiner neunjährigen Amtszeit bereits schaffte, den ehemaligen Präsidenten der Elfenbeinküste Laurent Gbagbo und den kongolesischen Rebellenführer Thomas Lubanga Dyilo verhaften und nach Den Haag bringen und anklagen zu lassen.
Gerade lancierte Moreno Ocampo einen großen publizistischen Coup.

Invisible Children

Zusammen mit der Organisation ,,Invisible Children‘‘ visualisierte er auf YouTube die Anklage gegen Joseph Kony.

Hier der Link:

 

 

 

Das Video wurde häufiger geklickt als das neue Video von Lady Gaga.

,,Joseph Kony ist jetzt sogar ein Thema im US-Wahlkampf,‘‘ freut sich Moreno Ocampo.

Die Verhaftung von Kony wird Moreno Ocampo in seiner Funktion als Chefankläger des ICC wohl nicht mehr erleben. Im Juni geht er. Neue Aufgaben warten. Seine Nachfolgerin wird eine Frau, eine Afrikanerin aus Gambia, eine Muslima, eine Mutter. Ihr Name: Fatou Bom Bensouda.

Gerne in Den Haag

Ich frage Moreno Ocampo: Wie war die Zeit in Den Haag? Antwort: ,,Ich habe gerne in dieser wunderschönen Stadt gelebt und gearbeitet. Sogar die Nachbarn haben sich um mich gekümmert. Ich werde Den Haag vermissen.‘‘
Das gilt auch für Den Haag. We will miss you. Bye bye Luis.

 Luis Moreno Ocampo (right) Helmut Hetzel (left)

Luis Moreno Ocampo (rechts) mit Helmut Hetzel

 

Links:

http://www.denhaag.nl/de/to/Kolumne-Bye-bye-Luis.htm

http://www.youtube.com/watch?v=Y4MnpzG5Sqc

 

 Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 11. Mai 2012 um 15:22 Uhr
 

Ostern unter dem D-A-CH 2012

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Evangelische Kirche Den Haag

Ostern unter dem D-A-CH

in der Evangelischen Kirche Den Haag

 Von HELMUT HETZEL

Kirchen sind Orte der Begegnung. Für alle Menschen, ob gläubig oder nicht. In allen Religionen. In Kirchen, Tempeln, Moscheen sind sie und sollten sie, die Menschen, immer willkommen sein. In Gebetshäusern der Sikhs darf der Fremde gratis nächtigen. Das ist Nächstenliebe.

Das schönste und erhabenste Osterfest feierte ich in Griechenland, genauer in Elounda auf Kreta. Griechisch-orthodox, voller Emotion und voll mit Herzlichkeit. Dort in einer kleinen Kapelle wurde mir im Kerzenschein des Hoffnung bringenden Osterlichts bewusst: Glaube verbindet.

Das tut er auch andernorts, auch in Den Haag. Die Deutsche Evangelische Kirche in Den Haag lud kurz vor Ostern 2012 zum D-A-CH-Event. Thema: ,,Austausch - Begegnungen - Impulse.‘‘  Untertitel: Bratwurst, Kaiserschmarrn und Rösti treffen auf Hollandse Nieuwe.‘‘

 Hering oder Rösti?

 Deutschsprachige Organisationen aus Österreich, der Schweiz und aus Deutschland stellten sich in der Deutschen Evangelischen Kirche in Den Haag an der Bleijenburg 3b vor. Die Haager nahmen die Einladung an. Sie kamen. Sie kamen zu einem kunterbunten Spektakel aus Musik, Diskussion, Debatte, Literatur, Kaffee und Kuchen, das in dieser Form erstmals überhaupt in Den Haag stattfand. Es wurde gelacht und gegessen. Es wurde viel darüber geredet und debattiert, was denn Den Haag und die Niederlande von Deutschland, der Schweiz und Österreich unterscheidet. Es sind nicht nur der Hering und die Rösti, die Bratwurst und der Gouda-Käse, der Kaiserschmarrn und der Stamppot, der holländische Eintopf, die uns - geschmacklich - trennen, hieß es. Es ist die andere Kultur und Sprache, die Deutsche, Schweizer, Österreicher und Niederländer kennzeichnet. Wie sagte der österreichische Literat Karl Kraus doch so schön über Deutsche und Österreicher: ,,Es ist die gemeinsame Muttersprache, die uns trennt.‘‘ Die Tomate und der Paradeiser eben.

Das Deutsche, Österreicher, Schweizer und Niederländer kulturell Trennende wurde in der Deutschen Evangelischen Kirche in Den Haag während des ersten D-A-CH-Events jedenfalls überwunden. Den Haag, die Stadt des Friedens und des Rechts, war wieder einmal ein besonderer Ort der Begegnung. In einer Kirche. Frohe Ostern. 

 www.denhaag.nl/helmuthetzel

 

 Ostern 2012 - 07-04-2012

 

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag

 

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 07. April 2012 um 08:44 Uhr
 

Cybercrime-Center The Hague

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Cybercrime-Center for The Hague

Cybercrime-Center nach Den Haag

 Von HELMUT HETZEL

Um ehrlich zu sein, mich umschleicht immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich via Internet Bankangelegenheiten erledige. Zwar wird immer wieder von den Banken betont: Das Internet-Banking ist absolut sicher. Aber glauben kann ich das nicht. Denn Hacker sind nicht dumm. Im Gegenteil. Sie werden immer einfallsreicher. Gerade sah ich einen TV-Bericht, wie es Hackern gelang, 60.000 Euro von einem Konto abzubuchen, ohne dass der Geschädigte das zunächst merkte. Erst als er wieder an sein Geld heran wollte, musste er fassungslos feststellen: Es ist weg.

Weg, einfach weg.  Wohin? Verschwunden auf dem Konto des Hackers natürlich. Höchste Zeit also, um etwas gegen diese Internet-Kriminalität zu tun. Das geschieht nun.

 Hackt die Hacker

 Den Haag macht´s möglich. Den Haag wird nämlich das neue Cybercrime-Center der EU erhalten, teilte EU-Kommissarin Cecilia Malmström mit. Hauptaufgabe der neuen Cybercrime-Behörde der EU wird es sein, alle Formen der Kriminalität auf dem Internet zu bekämpfen, darunter außer den gefürchteten Bank-Betrügereien auch Kinderpornografie, den Betrug mit Kreditkarten, und alle anderen Internet-Delikte. Die kriminellen Hacker sollen künftig von der EU-Internet-Polizei aufgespürt, angeklagt und bestraft werden. Gut so. ,,Wir dürfen nicht zulassen, dass die Cyber-Kriminellen unser digitales Leben stören und verunsichern,‘‘ begründete EU-Kommissarin Malmström die Gründung der neuen EU-Behörde. ,,Die Unterbringung bei Europol in Den Haag ist logisch,‘‘ meint sie. Klar doch, wo sonst? Die niederländische Regierungsmetropole Den Haag baut mit dem Kommen des Cybercrime-Centers der EU ihre führende Stellung als internationale Hauptstadt des Friedens und des Rechts weiter aus.

Ab Januar 2013 nimmt das Cybercrime-Center im  Europol-Gebäude an der Eisenhowerlaan im internationalen Distrikt Den Haags seine Arbeit auf.

Gleich muss ich wieder eine Rechnung bezahlen, via Internet-Banking. Rechnungen bezahlen, das ist immer ärgerlich. Dieser Ärger wird bleiben. Aber der Argwohn gegenüber dem Internet-Banking wird mit dem Kommen des Cybercrime-Centers nach Den Haag geringer. Hoffentlich. An die Arbeit Leute. Hackt die kriminellen Hacker!

 www.denhaag.nl/helmuthetzel

     

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag

 

 

 

 

 

Die Maharani in Den Haag

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Hindu Haag

Von HELMUT HETZEL

Asiatische Gastfreundschaft ist eine Wonne. Der Gast kann sie besonders in Thailand, dem Land des Lächelns und in anderen asiatischen Ländern genießen, auch in Indien. Asiatische Gastfreundschaft erlebt man auch in asiatischen Restaurants. So unterschiedlich die köstlichen Küchen Thailands, Japans, Chinas oder Indonesiens auch sein mögen, der Gast wird in asiatischen Restaurants mit nachahmenswerter Höflichkeit bedient. ,,In de watten gelegd‘‘ sagen die Niederländer. Auf Händen getragen, sagt man auf Deutsch.

Die Maharani

So auch im Haager Restaurant Maharani, wo das würzige Lamm ,,Samosa‘‘ und das knochenlose Hühnerfleisch ,,Hariyali Kebab‘‘ von der indischen Kellnerin mit Liebe serviert wird.
Während ich mit Marcella im Maharani speise, muss ich an Mehta denken, an Gita Mehta. Sie ist die Autorin des Romans ,,Die Maharani‘‘ - ein prächtiges Sittengemälde über die indische Kultur und Geschichte des Subkontinents.
Ein Hauch von Indien weht nun über Noordeinde in Den Haag, wo Restaurant Maharani zu finden ist.

Indien

Indien, die indische Kultur(en) und Religion(en) sind in Den Haag allgegenwärtig. Schätzungsweise 50.000 Hindus leben in Den Haag, etwa 250.000 Hindus in den Niederlanden. Die Hauptstadt des Friedens und des Rechts ist also auch ,,Hindu Haag.‘‘ Logisch, dass die Stadt des Louis Couperus und der Mata Hari nun den größten Hindu-Tempel Europas bekommen wird, den Mandir Park. Logisch, dass Den Haag ein ,,Gandhi Center‘‘ hat. Logisch, dass Den Haag der Ort für das Indische Filmfestival ist (siehe meine Kolumne ARTI11 & Indian). 

www.denhaag.nl/helmuthetzel

Logisch, dass der ,,Pravasi Bharatiya Divas-Kongress‘‘ der indischen Diaspora in Den Haag stattfindet Logisch, dass Bürgermeister Jozias van Aartsen gerade Indien besuchte, um die engen Bande mit dem Land und seinen Bürgern noch fester zu zurren. Logisch, dass in der Haager Stadtbibliothek ein Denkmal für den großen indischen Poeten und Nobelpreisträger Rabindranath Tagore steht. Tagore wusste: ,,Beim Streit um die Wahrheit, bleibt der Streit die einzige Wahrheit.‘‘ Wie wahr.

 

Restaurant Maharani Den Haag

 

Links:

www.restaurantmahrani.nl

www.denhaag.nl/helmuthetzel

www.denhaag.nl/de/toKolumne-Helmut-Hetzel.htm

 

 

05-02-2012

/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 05. Februar 2012 um 11:03 Uhr
 


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